Was verändert sich gerade im Produktmanagement? Und was bleibt wichtig? Wie die „Product at Heart“ diese Fragen angeht

Was verändert sich gerade im Produktmanagement? Und was bleibt wichtig? Wie die "Product at Heart" diese Fragen angeht - Arne Kittler im Gespräch mit Tim

Gewinnspiel

Im Vorfeld der „Product at Heart“ am 26.Juni 2026 verlosen wir eine Freikarte zu dieser genialen Konferenz in Hamburg. Das Gewinnspiel läuft noch bis zum 1.Juni 2026. Hier geht’s zur Verlosung: produktwerker.de/gewinnspiel/

Arne Kittler, einer der Gründer der „Product at Heart“ Konferenz (früher bekannt als „MTP Engage“), spricht mit Tim über die Frage, was sich im Produktmanagement gerade grundlegend verändert und welche Fähigkeiten trotzdem unverzichtbar bleiben. Viele Teams spüren aktuell Druck aus mehreren Richtungen gleichzeitig. Wirtschaftliche Unsicherheit trifft auf neue technische Möglichkeiten durch generative KI und agentische Systeme bzw. agentic AI. Dadurch verändern sich Werkzeuge, Arbeitsweisen und Erwartungen an Produktmenschen quasi alle parallel. Arne beschreibt, warum sich diese Phase anders anfühlt als frühere Umbrüche rund um agile Methoden, Mobile oder Remote Arbeit und wie dies auf der Product at Heart thematisiert werden wird. 

Wer aktuell Verantwortung für ein Produkt trägt, erlebt oft widersprüchliche Erwartungen. Einerseits sollen Teams schneller liefern und neue Technologien ausprobieren. Andererseits fehlt vielen Organisationen eine klare Vorstellung davon, welche Probleme sie damit eigentlich lösen wollen. Genau dort setzt für Arne Kittler gute Produktarbeit an. Klarheit entsteht nicht durch neue Frameworks oder zusätzliche Prozesse. Sie entsteht, wenn Produktteams sauber unterscheiden zwischen kurzfristiger Begeisterung und echtem Nutzen für Kundinnen und Kunden. Im Produktmanagement zeigt sich das besonders deutlich in Discovery Arbeit, Priorisierung und strategischen Entscheidungen. Viele Diskussionen drehen sich heute um KI Funktionen. Die schwierigere Frage bleibt jedoch, welches Verhalten oder welches Bedürfnis sich dadurch wirklich verändert.

Spannend ist der Blick auf die Themen, die trotz aller Veränderungen stabil bleiben. Arne spricht darüber, dass Unsicherheit schon immer Teil von Produktmanagement war. Neu ist eher die Geschwindigkeit, mit der sich Annahmen über Märkte, Nutzerverhalten und technische Möglichkeiten verschieben. Gerade deshalb gewinnen Fähigkeiten wie ‚Orientierung geben‘, ‚Verantwortung übernehmen‘ und ‚gute Entscheidungen unter Unsicherheit treffen‘ weiter an Bedeutung. In vielen Unternehmen entstehen Probleme nicht wegen fehlender Technologie. Sie entstehen, weil Teams den Kontakt zu ihren Nutzerinnen und Nutzern verlieren oder weil Produktentscheidungen nur noch aus internen Erwartungen heraus entstehen. Moderne Werkzeuge und KI lösen dieses Problem nicht automatisch.

Auch die Diskussion rund um Karrieren im Produktmanagement bekommt dadurch eine neue Richtung. Viele Produktmenschen fragen sich momentan, welche Rolle sie künftig noch spielen, wenn Analyse, Dokumentation oder Konzepte zunehmend automatisiert entstehen. Arne Kittler schaut darauf deutlich differenzierter: Wer Produktmanagement auf Ticketpflege oder reine Verwaltung reduziert, wird austauschbar. Wer dagegen Zusammenhänge erkennt, schwierige Gespräche moderiert und aus Unsicherheit Orientierung entwickelt, bleibt wertvoll. Besonders in größeren Organisationen zeigt sich oft, wie wichtig diese Fähigkeiten bleiben. Dort treffen wirtschaftliche Ziele, technische Möglichkeiten und unterschiedliche Interessen permanent aufeinander. Gute Produktmenschen schaffen es, daraus sinnvolle Entscheidungen für das Produkt abzuleiten.

Die diesjährige Product at Heart Konferenz greift genau diese Spannungen auf. Das Motto „What changes? What remains?“ beschreibt sehr gut, worum es im Produktmanagement gerade geht. Viele Methoden und Werkzeuge verändern sich sichtbar. Gleichzeitig bleiben Verantwortung, Kundennähe und der Umgang mit Unsicherheit zentrale Bestandteile guter Produktarbeit. Deshalb konzentriert sich die Diskussion nicht ausschließlich auf KI. Auch Themen wie Produktstrategie, Zusammenarbeit oder die Suche nach Klarheit im Alltag behalten ihren Platz.

Folgende frühere Episoden wurden im Gespräch erwähnt:

Wenn ihr direkt mit Arne Kittler Kontakt aufnehmen wollt, erreicht ihr ihn über sein LinkedIn-Profil oder über die Website seiner Firma Hey Clarity. 

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Wie verändert sich Produktmanagement in euren Augen? Welche Veränderungen beschäftigen euch aktuell im Produktmanagement am stärksten und woran haltet ihr trotz aller Dynamik bewusst fest? Habt ihr Fragen oder Impulse zum Thema oder zur Product at Heart? Teilt eure Gedanken doch mit uns und der Community auf LinkedIn oder unter diesem Blogpost! Der Austausch, ob online oder auf Konferenzen, ist wichtig um sich als Produktmensch weiterzuentwickeln.

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